PDA im Amateurfunk

PDA? Was ist das?

PDAs (Personal Digital Assistant) sind kleine Computerchen, die eigentlich mal dazu gedacht waren, Ordnung in persönlichen Kontakten, Termine und Notizen zu halten. Heute können diese Geräte aber viel mehr. Telefonieren, Internet, Navigation und Multimediaanwendungen sind nur ein Teil der möglichen Anwendungen. Aber wie kann man diese ganzen Funktionen im Amateurfunk ausnutzen? Ich will im Folgenden einen kleinen Überblick geben, was früher mal möglich war und heute möglich ist.

Wozu den PDA im Amateurfunk nehmen?

Wer oft reist, oder oft portabel unterwegs ist, der ist meist bemüht, möglichst wenig Gepäck mitzuschleppen. Heutzutage gibt es zwar auch schon kleine Netbooks, die hohe Portabilität bei kleinen Abmessungen und den Vorteilen eines Desktop-Betriebssystems liefern, aber gerade wenn es auf jedes Gramm Gewicht ankommt, kann man vielleicht auch auf einen PDA ausweichen. Neben dem kleinen Gewicht kann auch die geringe Größe einen Vorteil darstellen. Aber natürlich gibt es nicht nur Vorteile, mann muss auch mit einem kleineren Bildschirm und u.U. mit Problemen bei der Kopplung zwischen PDA und TRX leben können.

Betriebssysteme

Da ein PDA ja ein kleiner Computer ist, braucht er auch ein Betriebssystem. In den Anfangszeiten nahm man DOS und setzte ein paar Anwenderprogramme oben drauf (Beispiel Atari Portfolio oder HP95LX). Teilweise gab es auch PDAs mit einem ganz speziellen Betriebssystem (Apple Newton). Heute ist das nicht viel anders, mit dem Unterschied, dass sich die Anzahl der verwendeten Betriebssysteme erhöht hat. Es gibt z.B. Windows CE, PalmOS, WebOS, Android, Symbian und iOS, nur um mal Einige zu nennen. Alle Betriebssysteme sind nicht untereinader kompatibel, so dass man eine Software, die z.B. auf einem Gerät mit Windows Mobile funktioniert, nicht auf einem iPhone verwenden kann. Selbst unter den einzelnen Betriebssystemen gibt es u.U. Inkompatibilitäten. Ich werde im Folgenden nur einen ganz kurzen Abriss über DOS geben, um zu Zeigen, was früher möglich war, und mich dann speziell mit Geräten mit Windows CE (bis einschließlich Windows Mobile 6.5) zu beschäftigen. Alle anderen Betriebssysteme lasse ich aus, da mir dazu das passende Equipment fehlt. Wenn man ein wenig im Internet sucht, findet man aber zu fast allen Betriebssystemen ein paar Programme, die sich mit Amateurfunk beschäftigen.

Palmtop mit DOS (HP95LX, Atari Portfolio)

Mein erster PDA war ein HP95LX. Auf dem Gerät lief DOS 3.22 und darauf hatte HP eine Oberfläche gepflanzt, die die typischen PDA-Funktionen enthielt. Ich nutzte den HP95LX seinerzeit für Packet-Radio und hatte zusammen mit meinem TNC2C und meinem Handfunkgerät eine hochportable Station für Packet-Radio.

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Dass es auch noch kleiner geht, zeigten die Atari-Portfolio-Besitzer unter den Funkamateuren. So gab es ein Modem für Packet-Radio, das direkt an den Pofo angesteckt werden konnte. In dem Modem war ein ROM verbaut, das gleich die Betriebssoftware enthielt. Man musste nur noch das Handfunkgerät anschließen und war QRV.

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Weitere Infos zu Packet Radio mit dem Atari Portfolio und zum Modem gibt es im PoFoWiki

Ausser den beiden oben erwähnten Geräten gab es natürlich auch noch andere PDAs mit DOS, die teilweise einen Bildschirm mit höherer Auflösung und auch sonst eine bessere Hardwareausstattung hatten (siehe z.B. HP100LX, HP200LX).

Handheld PC Pro (HP Jornada 680)

Als die ersten Geräte mit Windows CE erschienen wurde es langsam komplizierter. Konnte man auf den DOS-Geräten mit ein paar Einschränkungen noch die gleiche Software, wie auf dem PC verwenden, mußten jetzt spezielle Programme geschrieben werden. In den Anfangsjahren war das nur Besitzern des Microsoft Visual Studios und der dazugehörigen Toolboxes vorbehalten. Alles war teu(r)er und so waren die Geräte für den Amateurfunkeinsatz wenig Interessant. Mit einem simplen Terminal-Programm und einem TNC im Terminal-Mode konnte man zwar auch Packet-Radio machen, was in etwa dem Kompfort der HP95LX-Variante entspricht. Wenn man aber schon eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung hat, erwartet man einfach mehr. Zusätzlich gab es selbst bei gleicher Betriebssystemversion unterschiedliche CPU-Typen, die nicht miteinander kompatibel waren. So erhöhte sich der Entwicklungsaufwand enorm.

Etwa mit dem Erscheinen des Joranda 680 auf dem Markt, schlug auch Microsoft einen anderen Weg ein und stellte mit den embedded Visual Tools 3.0 eine kostenlose Entwicklungsumgebung für Geräte mit Windows CE zur Verfügung. Das spiegelte sich auch in der steigenden Zahl der verfügbaren Anwendungen wieder. Ich entschied mich damals für den Kauf des HP Joranda 680, der lange mein treuer Begleiter war. Natürlich begab ich mich auch gleich nach dem Kauf auf die Suche nach amateurfunktauglicher Software. Auf meiner Suche stieß ich dann noch auf diverse andere Programme, deren Anbieter inzwischen teilweise schon länger ihren Dienst eingestellt haben. Im Folgenden eine kurze Liste mit ein paar Bildern und Links, teilweise auch Downloads sonst nicht mehr verfügbarer Software:

  • pTrack
  • *cqHPC *PocketDigi *Excel zum Loggen
  • CTR-817
  • *PackRattCE *MorseCat ...
    Handheld PC 2000 (HP Jornada 720)
    *PocketDigi
  • Carabus - diverse Berechnungen
  • *Excel zum Loggen
    Pocket PC / Windows Mobile 2003 (Fujitsu-Siemens Loox 600)
    *PocketDigi *PocketMorse *MobileLog
    Smartphone / Windows Mobile 6.x (HTC TyTN II, HTC Touch Pro 2)
    Hardware
    *Anschluss PDA an TRX *Bluetooth?
    Software-Übersicht

    Erstmal nur ein paar Links. Die Liste wird noch aufbereitet und mit mehr Informationen versehen. Es mangelt nur an Zeit...